Die Entscheidung für Eizellspende
Die wohl schwierigste Aufgabe für eine Patientin ist es, die Tatsache zu akzeptieren, dass Eizellspende in Anspruch genommen werden sollte. Jeder Arzt kann gut verstehen, dass sich Patienten mit dieser Entscheidung sehr schwer tun. Es gibt keine Patentlösungen dafür, wie eine solche Krise überwunden werden kann. Jeder Mensch hat eine ganz eigene Art damit umzugehen und der Arzt oder die Ärztin wird sich mehr oder minder gekonnt darum bemühen, Sie durch diese Phase zu begleiten und Ihnen zu helfen. Letzten Endes ist die entscheidende Frage eine Frage der Motivation für Eizellspende – nämlich der Wunsch ein Kind zu bekommen und die Beziehung mit dem Partner aufrechtzuerhalten, der nahezu die Hälfte des Genmaterials Ihres Kindes zur Verfügung stellt.
Die meisten Menschen verstehen, dass die Schwierigkeiten und das Glück des Kinderkriegens, eine schmerzhafte Geburt, die Entstehung eines neuen Menschenkindes, die Sorgen und Nöte des ersten Lebensjahres, die ersten Schritte, die ersten Worte, Ihre schlaflosen Nächte und die sich immer wieder stellende Frage – wo ist mein Kind? Geht es ihm/ihr gut? – dass dies alles zusammen keine Spur der einmal getroffenen Entscheidung in Ihrem Gedächtnis hinterlassen wird. Und sofern Sie sich eines Tages nach alle dem was Sie erlebt haben, dazu entschließen, Ihrem erwachsenen Kind zu sagen, dass Sie nicht ihre/seine genetische Mutter sind, dann seien Sie nicht überrascht, wenn diese Worte für sie/ihn belanglos sind. Sie werden immer die einzige Mutter sein, die Ihr Kind hat.
Aber auch wenn Sie sich außer Stande sehen, diese Entscheidung zu treffen, wird Ihnen keiner Vorwürfe machen, Ihr Partner und Ihr Arzt werden beide Verständnis für Sie haben. Viele Psychologen haben sich mit diesen Fragen auf Hunderten von Seiten auseinandergesetzt und Sie werden sich in der Gesellschaft einer nicht unbeträchtlichen Zahl von Frauen finden, die ihre kühnen Ideen verworfen und sich gegen ein Kind entschieden haben.
Bitte fragen Sie uns

