Die Erstberatung

Die Mehrzahl unserer Patientinnen kommt zunächst zu einer Erstberatung in die AVA-Peter Klinik, ehe sie dann für den eigentlichen Embryotransfer wiederkommen. Diese Erstberatung gibt uns die Möglichkeit, Sie persönlich kennenzulernen, die notwendigen Untersuchungen durchzuführen und Ihre Wünsche mit Ihnen zu besprechen, bevor wir dann passende Ei- und Samenzellspender für Sie aussuchen.

Ablauf der Erstberatung
Der Ablauf der Fruchtbarkeitsbehandlung von Patientinnen, die zu einer Erstberatung und danach zum Embryotransfer in die AVA-Peter Klinik kommen, lässt sich in insgesamt zehn Schritte unterteilen:
1. Füllen Sie bitte unseren Fragebogen.Wir setzen uns dann mit Ihnen in Verbindung, um gegebenenfalls Fragen zu besprechen und einen Erstberatungstermin zu vereinbaren. Für diese erste Beratung benötigen Sie nur einen Tag, es ist jedoch trotzdem ratsam, Hin- und Rückflug nicht für ein und denselben Tag zu buchen, einfach um unnötige Hetze und Stress zu vermeiden. Viele unserer Patientinnen legen ihre Erstberatung auf einen Montag oder Freitag, damit sie auf diese Art und Weise ein schönes, verlängertes Wochenende in St. Petersburg verbringen können.
2. Sie müssen sich ein Visum , besorgen und die entsprechenden Flüge sowie ein Hotelzimmer buchen.
3. Sie kommen in der AVA-Peter Klinik an und lernen den Arzt, bzw. die Ärztin kennen, der/die Sie persönlich betreuen wird. Wir benötigen Ihren Reisepass, die Laborergebnisse und Berichte über frühere Fruchtbarkeitsbehandlungen sowie mehrere Farbfotos von Ihnen (entweder aktuelle Fotos oder aber Aufnahmen, die zwischen Ihrem 20. und 40. Lebensjahr entstanden sind). Zwei der Fotos sollten Ihren Kopf und Ihr Gesicht zeigen (eine Frontal- und eine Profilaufnahme). Auf einem weiteren Bild sollten Sie vollständig aufrecht stehend zu sehen sein. Der Arzt, bzw. die Ärztin bespricht Ihre Wünsche mit Ihnen und nimmt eine Reihe von Untersuchungen vor. Wir können dadurch abklären, ob es medizinische Probleme gibt, die vor Beginn der Fruchtbarkeitsbehandlung gelöst werden müssen. Die russischen Bestimmungen sehen vor, dass zum Zeitpunkt des eigentlichen Embryotransfers einige aktuelle Laborwerte vorliegen müssen, daher werden ein paar Untersuchungen noch einmal in Ihrem Heimatort wiederholt werden müssen, ehe Sie das zweite Mal nach St. Petersburg kommen.
Für den Embryotransfer müssen folgende Untersuchungsergebnisse von der Patientin vorliegen:
- Blutgruppe
- HIV, Hepatitis B und C, Lues (3 Monate Gültigkeit)
- Blutbild (1 Monat Gültigkeit): Erythrozyten (rote Blutkörperchen), Leukozyten (weiße Blutkörperchen sowie Lymphozyten, neutrophile, basophile und eosinophile Granulozyten) und Hämoglobin
- biochemische Blutwerte (Zucker, Kreatinin, Bilirubin, ALAT, ASAT, Eiweiß) (1 Monat Gültigkeit)
- bakteriologischer Abstrich (1 Monat Gültigkeit)
- PAP-Abstrich
- TSH, Prolaktin
- Arztbrief von einem Allgemeinmediziner aus Ihrem Heimatland mit Angaben über Ihren gesundheitlichen Allgemeinzustand und der Bestätigung, dass keine Gegenanzeigen gegen eine Schwangerschaft vorliegen.
4. Wir besprechen mit Ihnen, wann Sie mit der Fruchtbarkeitsbehandlung beginnen möchten. Von unserer Seite aus sind wir flexibel und immer darum bemüht, die Behandlung nach Ihren zeitlichen Vorgaben einzuplanen.
In der Erstberatung wird auch besprochen und festgelegt, wann Sie zum eigentlichen Embryotransfer wieder zu uns in die Klinik kommen. Wir sprechen auch Ihre Wünsche hinsichtlich der Auswahl der Ei- und Samenzellspender mit Ihnen durch und beginnen unsere Suche nach der Spenderin, deren Merkmale am besten passen und die in dem für Sie am günstigsten Zeitraum zur Verfügung steht (es sei denn, Sie haben sich für gefrorene Embryonen aus unserer Embryonenbank entschieden). Darüber hinaus erhalten Sie einen individuell erstellten Behandlungsplan und wir verschreiben Ihnen die erforderlichen Medikamente. Sie können die Medikamente in unserer Klinikapotheke kaufen oder wenn Ihnen das lieber sein sollte, können wir Ihnen die Angaben zu den notwendigen Medikamenten mitgeben, damit Ihr behandelnder Arzt, bzw. Ihre Ärztin Ihnen zu Hause ein Rezept ausstellen kann. Dies ist jedoch nur möglich, wenn Sie ganz sicher sind, dass Ihr Arzt, bzw. Ihre Ärztin willens und in der Lage ist, die Medikamente zu verschreiben. Sollten in dieser Hinsicht irgendwelche Zweifel bestehen, so raten wir Ihnen, die Medikamente bei uns in der Klinikapotheke zu kaufen, weil der Versand von Arzneimittel aus Russland nicht möglich ist.
5. Sie fahren zurück in Ihr Heimatland und bleiben mit uns in Kontakt, während wir die am besten geeigneten Spender für Sie suchen. Sie erhalten dann nicht-personenbezogene Angaben über Ihre Spender sowie Angaben über relevante medizinische Einzelheiten und äußere Merkmale. Wenn Sie mit diesen potentiellen Spendern einverstanden sind, bestätigen wir unsererseits, dass alle Beteiligten nun für den Behandlungsbeginn bereit sind. Falls Sie doch lieber andere Spender haben möchten, gehen wir unsere Datenbank daraufhin noch einmal durch.
6. Erst nachdem Sie Ihre Zustimmung zu den Spendern und den geplanten Terminen gegeben haben, erhalten Sie die Antragsformulare zur Unterschrift und eine Rechnung per E-Mail. Wenn Sie frische Embryonen in Anspruch nehmen, sollte Ihre Zahlung nicht später als zwei Wochen vor Beginn der Medikamenteneinnahme durch die Spenderin (die ‚Stimulationsphase’) per Überweisung erfolgen. Sofern Sie eingefrorene Embryonen nutzen, sollten Sie den Rechnungsbetrag mindestens drei Wochen vor dem eigentlichen Embryotransfer überweisen.
7. Wenn Sie frische Embryonen nutzen möchten, ist es üblicherweise so, dass Sie damit anfangen, (von unserem Arzt, bzw. unserer Ärztin verschriebene) orale Verhütungsmittel einzunehmen, um Ihren Zyklus mit dem der Spenderin zu synchronisieren. Falls erforderlich, erhalten Sie eine Woche vor Einnahme der letzten Pille eine Spritze mit einem „herunter- regulierenden“ Medikament. Hierdurch wird Ihr Zyklus optimal mit dem der Spenderin synchronisiert, denn es wird erreicht, dass Ihre Eierstöcke nicht aktiv sind, bis der Embryotransfer erfolgt ist. Am zuvor festgelegten Tag nehmen Sie dann die letzte Pille ein; einige Tage danach kommt es zu einer „Abbruchblutung“ (Regelblutung). Bei einer Fruchtbarkeitsbehandlung mit gefrorenen Embryonen entfällt diese Synchronisationsphase; Sie werden aber dennoch Medikamente einnehmen müssen, zur Vorbereitung Ihrer Gebärmutter und um sicherzustellen, dass Ihre Eierstöcke inaktiv bleiben. 
8. Der Termin für Ihren zweiten Aufenthalt in St. Petersburg (für den Embryotransfer) ist ja bereits bei Ihrer Erstberatung besprochen und festgelegt worden. Ihnen ist außerdem Ihr ausführlicher, persönlicher Behandlungsplan ausgehändigt worden. Stellen Sie bitte sicher, dass alles, d.h. Ihr Visum, Ihre Flüge and Ihr Hotelzimmer, entsprechend arrangiert ist. Sofern Sie frische Embryonen nutzen, empfehlen wir Ihnen, zwei Tage vor dem geplanten Termin für den Embryotransfer in St. Petersburg anzukommen. Dies ist erforderlich, weil der genaue Termin der Eizellentnahme bei der Spenderin davon abhängt, wie sie auf die Hormonbehandlung anspricht. Es kann also sein, dass die Eizellentnahme zwei Tage vor oder nach dem ursprünglichen Stichtag erfolgen muss. Der genaue Termin für die Eizellentnahme (und damit der Zeitpunkt für den Embryotransfer) kann mit Gewissheit erst drei oder vier Tage vorher bestimmt werden; es ist jedoch keinesfalls ratsam, so lange mit der Planung für das Visum, die Flüge und das Hotel zu warten. Ihr Aufenthalt wird also insgesamt fünf Tage betragen (Tag des Embryotransfers +/- zwei Tage).
Sofern Sie eingefrorene Embryonen nutzen, sollten Sie einen Tag vor dem für den Embryotransfer vereinbarten Termin nach St. Petersburg reisen. Am Tag Ihrer Ankunft oder am nächsten Vormittag werden Sie sich für eine kurze Besprechung mit Ihrem Arzt, bzw. Ihrer Ärztin treffen. Sobald vom Arzt, bzw. der Ärztin die Bestätigung vorliegt, dass Sie gut vorbereitet sind und alle Unterlagen korrekt ausgefüllt worden sind, werden die Embryonen mehrere Stunden vor dem eigentlichen Embryotransfer aufgetaut. Sie werden also insgesamt zwei Tage in St. Petersburg verbringen.
9. Nach der „Abbruchblutung” befolgen Sie unsere Anweisungen, (die wir bei Ihrem Erstbesuch besprochen und schriftlich fixiert haben) zur Vorbereitung auf den Embryotransfer. Üblicherweise wird eine Ultraschalluntersuchung eine Woche nach Einnahme der letzten Antibabypille durchgeführt (d.h. einige Tage nachdem Ihre “Abbruchblutung” begonnen hat), um sicherzugehen, dass die Gebärmutterschleimhaut dünn ist. Sorgen Sie bitte selbst dafür, dass ein Arzt, bzw. eine Ärztin die Ultraschalluntersuchung vornimmt und dass uns der Befund mitgeteilt wird. Danach beginnt die Behandlung mit einem Östrogenpräparat, meist in Form von Tabletten, Pflastern und/oder eines Gels. Fünf Tage vor dem geplanten Embryotransfer beginnt dann die Gabe von Progesteron (zumeist als Vaginalzäpfchen oder Salbe).
10. Sie reisen zum zweiten Mal nach St. Petersburg. Nutzen Sie frische Embryonen, so wird der genaue Termin der Eizellentnahme drei bis vier Tage vorher feststehen. Sobald die Eizellen befruchtet sind, werden sie zu Embryonen und entwickeln sich in unserem Labor drei oder (meistens) fünf Tage weiter. Am fünften Tag bezeichnet man sie als Blastozysten. Wenn Sie sich für eingefrorene Embryonen entschieden haben, befinden sich diese bereits im Blastozystenstadium. Ein bis zwei der besten Embryonen werden in die Gebärmutter der Empfängerin eingepflanzt, je nach dem wie viele Embryonen Sie transferiert haben möchten. Nehmen Sie „persönliche“ Spender in Anspruch, können auf Wunsch überzählige hochwertige Embryonen eingefroren werden, damit Sie sie zu einem späteren Zeitpunkt nutzen können. Sofern Sie mit „Klinikspendern“ arbeiten, werden Ihnen lediglich ein bis zwei Embryonen in diesem Behandlungszyklus zur Verfügung gestellt. Alle überzähligen Embryonen sind Eigentum der Klinik und werden in unserer Embryonenbank gelagert.
Von 2008-2009 haben wir eine Schwangerschaftsrate von 72% nach Transfer von zwei frischen Embryonen im Blastozystenstadium erreicht.
Wir wünschen Ihnen eine erfolgreiche Fruchtbarkeitsbehandlung mit einem guten Ergebnis in unserer Klinik!
Es grüßt Sie herzlich
das gesamte Team der AVA-Peter Klinik
Interessieren Sie sich für eine Embryoadoption in der AVA-Peter Klinik?
Bitte füllen Sie zunächst unseren Fragebogen ausEiner unserer erfahrenen Ärzte wird den Fragebogen auswerten und sich dann mit Ihnen je nach Wunsch telefonisch oder per E-Mail in Verbindung setzen.
Wenn Sie Fragen haben, rufen Sie einfach folgende Nummer an: 007 81 2336 3059. Dort werden Ihre Fragen zwischen 07:00 und 14:00 Uhr Deutscher Zeit Uhr auf Deutsch beantwortet. If you have any questions, an Sie können auch jederzeit eine E-Mail an folgende Anschrift senden: info@clinic.avapeter.com
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Es grüßt Sie herzlich
das gesamte Team der AVA-Peter Klinik


